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Ein Punkt ist ein Punkt ist ein Punkt
Im beschaulichen Lichterfelde empfing Viktoria 89 den SVB. Das Spiel war aus unerfindlichen Gründen als Risikospiel deklariert worden. Worin das die Gefahr bestand, blieb im Ungewissen. Der Schutzmann war in Hab-Acht-Stellung, doch wie erwartet kam es zu keinerlei Ausschreitungen, Randale, Krawall oder einer anderen Beeinträchtigung für Leib, Leben oder die öffentliche Sicherheit. Einmal mehr verschleuderten die Polizeibehörden das sauer erarbeitete Geld des Steuerzahlers.
Das störte die Anreise allerdings nicht. Nach einem Einkehrschwung zum Oktoberfest in der Söhnelwerft machte die Reisegruppe Fröhlich Station bei der Pizzologie. Danach gings wohlfühlmäßig bergab. Unendlich viele Miesepeter schienen den Weg nach Lichterfelde gefunden zu haben. Die Sichtverhältnisse glichen dem SPortplatz in Oberneuland.
Vikki konnte bisher kein Heimspiel gewinnen, Nulldrei war auswärts noch ohne Punktgewinn. Cem Efe musste auf Christian Schönwälder verzichten, für ihn rückte Jonas Schmidt in die Startelf. Während Babelsberg versuchte, das heimisch so erfolgreiche Kombinationsspiel aufzuziehen, versuchten es die Gastgeber häufig mit langen Bällen. Letztere schienen als Rezept Erfolg versprechender zu sein, denn das eher einer Wiese, denn einem Sportrasen gleichende Geläuf machte den Ball und das Spiel auf Babelsberger langsam.
Letztlich ist es wenig erstaunlich, dass beide Treffer nach Standards fielen. Am kurzen Pfosten nutzten einmal der in Babelsberg immer noch geschätzte Ümit Ergirdi und für die blau-weißen Lucas Albrecht ihre Chancen. Vor dem Ausgleich war der SVB klar spielbestimmend, versäumte es aber nachzulegen. In der Schlussphase konnte sich unsere Elf bei Marvin Gladrow und dem Gegner bedanken, dass die Viktoria nicht doch noch den Siegtreffer erzielte.
In Luckenwalde entwickelte sich das erwartet schwere Spiel beim hochmotivierten Spitzenreiter der NOFV Oberliga Nord. Die mit zahlreichen Ex-Babelsbergern besetzten Kicker vom Ex-Babelsberger Trainer und Spieler Ingo Nachtigall forderten eine konzentrierte Leistung unserer Mannschaft. In der zweiten Hälfte mussten die Gastgeber dem hohen Tempo Tribut zollen. Nach einem übermotivierten Einsteigen sah ein Luckenwalder die Gelb-Rote Karte und durfte vorzeitig Duschen gehen. Wenig später markierte erneut Lucas Albrecht einen Treffer für unsere Farben. Als Tobias Francisco nach Notbremse vom Platz gestellt wurde, markierte Bilal „Pirlo“ Cubukcu per direkt verwandeltem Freistoß das 2:0. Den Treffer zum 3:0 Endstand besorgte Seve Mihm.
Von großem Unterhaltungswert war die Pressekonferenz. Ingo Nachtigall bemängelte die Schiedsrichterleistung, taktische Wechsel des SVB und das Spielniveau in der Regionalliga. Begleitet wurde sein flammendes Statement von wenig Sportsgeist dokumentierenden Zwischenrufen des Luckenwalder Publikums.
Fazit: So macht es am meisten Spaß, auswärts zu gewinnen.
Traditionell gehört Jena zu den angenehmen Zielorten auf der Fußball-Auswärtskarte der SVB-Fans. So verwunderte es wenig, dass bereits am Sonnabend ganze Heerscharen Nulldreier durch die abendliche Stadt des Lichts wandelten und das Janaer Nachtleben erkundeten.
Mit einem couragierten Auftritt spielte sich unsere Elf am Freitagabend vor erneut guter Kulisse im Karli ins Herz der Zuschauer. Nach einem Auftakt nach Maß für Babelsberg wiesen die Gäste aus Köpenick ihre Qualität nach, hatten aber gegen einen starken Babelsberger Auftritt am Ende etwas mehr Glück als Verstand und einen zugegebenermaßen starken Keeper auf ihrer Seite.
Man könnte fast schon über eine Serie sprechen: Babelsberg gewann gegen Halberstadt das zweite Spiel in Folge. Zum dritten Mal blieb unsere Equipe unbesiegt. Wenn auch die beiden Treffer von Maxi Zimmer etwas glücklich zustande kamen, zeigte unsere Mannschaft erneut Willen und Stabilität im Kampf um den Klassenerhalt. Auf die einfachen Dinge des Fußballs wird es auch am kommenden Freitag ankommen, wenn Union Berlin im Karli zu Gast sein wird.
Man kann sich freuen, man kann sich ärgern. Man kann aber auch feststellen, die U23 lebt. Nach einem Spiel mit vielen Wendungen musste die Reserve letztlich mit einem Punkt zufrieden sein. Die 3:2 Führung gab unsere U23 gegen den nächsten Pokalgegner der ersten Mannschaft leider noch aus der Hand.
Große Freude, aber auch Erleichterung herrschte im schönsten Stadion dieser Welt am vergangenen Freitagabend. Unsere Equipe kehrte endlich in die Erfolgsspur zurück und bezwang den BAK unter Flutlicht im heimischen Karli mit 2:1.
Bereits Ende der 90er Jahre war bei Nulldrei-Spielen ein Transparent mit der Aufschrift: „ Kegeln, Reiten, Haareföne – keiner will mehr Einwurf sehen!“, zu sehen.