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Gut gespielt, knapp verrissen / Babelsberg 03 unterliegt Unions Reserve 1:3
Nulldrei hatte am Freitagabend bei nicht immer angenehmen äußeren Bedingungen den besseren Start erwischt. Ohne Tata Makangu und Dennis Lemke, dafür mit Christopher Blazinsky und Jerome Maaß in der Startelf, fand das Spielgerät vom Anstoß über die beiden Letztgenannten Lucas Albrecht, der den Unioner Stuff wie eine Slalomstange stehen ließ und überlegt zur schnellsten Nulldrei-Führung seit Menschen Gedenken einnetzte.
Die Köpenicker waren aber keineswegs geschockt und stellten mit schnellem Kombinationsspiel ihre individuelle Klasse unter Beweis. Aufgrund der unglücklichen Ansetzung - Union I trat nahezu zeitgleich in der Försterei gegen Paderborn an und kassierte kurz vor Schluss nach Vorarbeit von Sülo Koc den Remistreffer - sahen nur wenige Gäste-Anhänger den Ausgleich nach Foulstrafstoß. Im Stadion fragwürdig und auch nach Begutachtung der Fernsehbilder und von NULLDREI.TV war ein Kontakt durch Lovro Sindik nicht eindeutig zu belegen. Auch später wurden strittige Abseitsentscheidungen leider regelmäßig gegen Babelsberg getroffen. Hollwitz verwandelte sicher.
Beide Mannschaften agierten nun auf Augenhöhe. Union hatte spielerische Vorteile, Babelsberg kompensierte durch Lauf- und Zweikampfbereitschaft und stand überwiegend sicher. Eine zu kurze Abwehr nutzte allerdings Oschmann aus dem Rückraum. Mit 1:2 aus Babelsberger Perspektive ging’s in die Halbzeitpause.
Cem Efe hatte keinen Grund zu wechseln und das Babelsberger Publikum war auch im zweiten Abschnitt beeindruckt. Jetzt kam zu den oben genannten Tugenden auch noch Kombinationsfußball und Spielwitz hinzu, der Unions Hintermannschaft mit zunehmender Spieldauer vor erhebliche Probleme stellte. Mit den zusätzlichen Offensiven Druschky und Lemke (für Maaß und Schwarz) kam noch mehr Druck auf den Platz. Insbesondere bei Standards musste Unions Keeper Patzler alles zeigen. Er lenkte Druschkys und Prochnows Kopfbälle geradeso über die Latte.
Leider markierte nicht der SVB das letzte Tor, sondern die Gäste, die einen Konter zum Endstand abschlossen. Doch die gezeigte Leistung der SVB-Kicker überzeugte selbst kritische Zeitgenossen. Jedenfalls war niemand der üblichen Verdächtigen mit Hinweisen wie „Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr“ zu vernehmen.
Das Spiel gegen Unions Reserve macht auf jeden Fall Lust auf Thüringer Bratwurst.
| SV Babelsberg 03 |
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| 1. FC Union Berlin II | ||||
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| Zuschauer | 2323 | |||
| Tore | 1:0 Albrecht (1.) 1:1 Hollwitz (14. Foulelfmeter) 1:2 Oschmann (31.) 1:3 Krumnow (90.+3) | |||
| Schiedsrichter | Andreas Becker (Kritzmow) | |||
| Verwarnungen |
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Das langgestreckte Oval des Friesenstadions in Fürstenwalde lag ein wenig abseits des Pokal-Halbfinal-Trubels, weckte aber böse Erinnerungen. Der ein oder andere Nulldreier nahm es als gutes Omen, dass die Halbfinal-Begegnung in der nebenan neu errichteten S.OS Arena ausgetragen wurde, und nicht auf dem Platz, auf dem 2009/10 die Regionalliga-Equipe des SVB beim damaligen Verbandsligisten Fürstenwalde aus dem Pokal ausgeschieden war. Am Ende setzte sich Nulldrei gegen den heutigen Oberliga-Zweiten Fürstenwalde mit 2:0 durch und qualifizierte sich fürs Pokalfinale gegen den Liga-Kontrahenten Luckenwalde.
Erstmals gastierte Nulldrei am vergangenen Freitagabend unter Flutlicht im Albert-Kuntz-Sportpark zu Nordhausen. Der dort heimische FSV Wacker hat seit dem vergangenen Sommer eine Flutlichtanlage.
Wider alle herbeischwadronierten Rückrunden-Traumata bezwang der SVB am vergangenen Freitag die Gäste vom FSV Luckenwalde eindrucksvoll mit 6:1. Nach dem Halbzeit 1:0 durch einen Freistoß von Bilal Cubukcu schraubten Andis Shala, Matthias Steinborn (2), Leon Hellwig und Lauritz Schulze-Buschhoff das Ergebnis in kaum erinnerliche Höhen. Am kommenden Freitag gastiert der SVB in Nordhausen und könnte mit einem weiteren Dreier die Top 5 der Regionalliga noch stärker unter Druck setzen.
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