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Und täglich grüßt das Murmeltier…
Erneut war unsere Elf bei Germania Schöneiche im Pokal zu Gast. Bereits den ersten Pokalerfolg sicherte sich die damalige SVB Mannschaft im beschaulichen Schöneiche. 1999 obsiegte unsere von Karsten Heine betreute Equipe mit 5:2 gegen Eisenhüttenstadt. Die Treffer für Babelsberg markierten Bengs, Steiner (2), Block und Kipre. Später kreuzte man mit den Einheimischen die Klingen. Beim Pokalsieg 2009 gegen Schöneiches Germania markierte Patrick Moritz den entscheidenden Treffer.
Inzwischen stehen acht Landespokale in der Babelsberger Vitrine. Zuletzt musste der SVB allerdings immer auf das mit dem Pokalsieg verbundene DFB-Pokal-Spiel verzichten. Gegen Falkensee und Sachsenhausen hatten jeweils die unterklassigen Gegner das bessere Ende für sich.
In Schöneiche ließ unsere Mannschaft dieses Jahr nichts anbrennen, wenn es auch die erwartet schwere Aufgabe wurde. Das Spitzenteam der Verbandsliga war auf der heimischen Sandscholle im Punktspiel gegen die Reserve beobachtet worden und bot einen guten Pokal-Fight. Die ersten zwanzig Minuten dominierte Nulldrei und kam sogleich zu Chancen. Doch dann stabilisierten sich die Gastgeber und gestalteten die Partie nach der Pause offen. Folgerichtig gings in die Verlängerung, in der den Gastgebern der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken war. Letztlich bedurfte es eines Foulelfmeters von Maxi Zimmer, um die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Heiko Schwarz war im Strafraum umgegrätscht worden.
Am Rande der Begegnung provozierten wieder mal die Gegner von Rechtsaußen. Der Schutzmann hatte zunächst natürlich nichts mitbekommen. Dafür scheint die Weltpresse nach Sachsenhausen in gewisser Weise sensibilisiert zu sein, wie ein entsprechender Artikel der PNN vermuten lässt.
PNN: Neonazis attackierten Babelsberger Zwischenfall bei Pokalspiel in Schöneiche

Zum Auftakt 2019 gastierte Civas Gang in Bautzen. Zweieinhalb Stunden Fahrt trennen Babelsberg und die historische Altstadt an der Spree. Ein kurzer Abstecher in die durch Senf und Knast berühmt gewordene Metropole der ostsächsischen Oberlausitz war bei bestem Frühlingswetter obligatorisch. Der Auftakt zur Abschiedstour des Teenie-Schwarms war mit einigen Überraschungen gespickt. Erstens darf seit Bautzen nie wieder jemand über die Musik-Auswahl im Karli meckern und zweitens hielt die Startelf einige Neuerungen bereit.
Zum dritten Februar-Wochenende ist Frühling in Babelsberg angesagt. Nachdem der Auftakt ins neue Spieljahr 2019 gegen den BAK im Karli wegen gefrorenem Geläuf noch abgesagt werden musste, steht bei 12 Grad und Sonnenschein der Auswärtsbegegnung in Bautzen mutmaßlich nichts im Wege. Ok, einsetzende Schneeschmelze im Lausitzer Bergland könnte die Spree zum reißenden Hochwasser treiben und die Sportanlage Müllerwiese überfluten. Doch wir wollen nicht gleich mit dem Schlimmsten rechnen.
Es ist noch nicht allzu lange her, da überraschte Archibald Horlitz die Mitglieder des SVB mit der Ankündigung gravierender Veränderungen beim SVB. Wie die Babelsberger Stadionzeitung NULLDREI berichtete, stellte der Vorstandsvorsitzende des SVB bei der Mitgliederversammlung Ende Juni 2018 Reformen der Vereinsstruktur in Aussicht und kündigte zudem seinen Rückzug aus dem Vorstandsamt zum Ende September 2018, spätestens aber zum Ende des Jahres 2018 an.
Wieder einmal startete Nulldrei mit einer runderneuerten Equipe in die neue Spielzeit; es ist nach dem Abstieg aus der Dritten Liga die sechste Runde in Folge in der viertklassigen Regionalliga. Zuletzt gelang trotz erheblicher Personalrotation zweimal Platz 5. Vor dem Saisonstart herrschte in Babelsberg dennoch - und wie meistens etwas defätistisch - die Sorge, dass es wohl gegen den Abstieg gehen würde. Vier Spieltage sind rum und die Propheten des Untergangs wandeln sich fast zu Aufstiegseuphoristen. So dramatisch muss man die Szene nicht malen, aber gewinnen macht definitiv mehr Spaß als verlieren.