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Zweete gegen TUS Sachsenhausen 1:4

Nach unbefriedigendem Start mit zwei Niederlagen wollte sich unsere junge Babelsberger Truppe gegen den Staffelfavoriten aus Sachsenhausen rehabilitieren. Unser Altersdurchschnitt beträgt bei Geburtsdaten zwischen 1991 und 1994 um die 20 Jahre, wobei unser Kapitän Sascha Herbst als 1989 Geborener bereits als Routinier bezeichnet werden darf. Die mannshohe gegnerische körperliche Präsenz ließ böse Vorahnungen dräuen. So kam es dann auch...

 Nach anfänglichen Abtasten im Mittelfeld erspielte sich Sachsenhausen mehr Feldanteile, die sich in der 18. Minute durch eine Ecke auswirkte. Die Ecke wurde von rechts geschlagen und landete auf dem Kopf des bulligen Stürmers Norbert Lemcke. Kann man nicht abwehren: 0:1.
 NULLDREI ist nicht beeindruckt und spielt mutig nach vorne. Mit hohen Bällen war gegen den körperlich hoch bevorteilten Gegner nichts zu wollen - also mußte flach und schnell gepaßt werden. Daß klappte auch ganz gut, sodaß in Minute 20 unser Armin Schmidt einen Freistoß in halbrechter Position aus gut 20 Metern schön über die Mauer an die Latte drosch. Leider kam es in Minute 31 zur nächsten Sachsenhausener Ecke, diesmal von links. Der Ball segelt auf den Elfer, wird von Freund oder Feind leicht touchiert und am langen Pfosten braucht Thomas Boden den vor seine Füße trudelnden Ball nur noch einzuschieben. 0:2. Die Zweete möchte trotzdem noch weiterspielen, kommt aber immer weniger an den Ball und verliert zunehmend die wichtigen Zweikämpfe. Unser guter Dennis Knoblauch kommt nach einem schnell vorgetragenen Angriff auf der rechten Seite am Strafraum zum Abschluß und trifft leider nur den kurzen Außenpfosten. Dann ist Pause.

 Nach dem Seitenwechsel kommen beide Mannschaften unverändert aufs Feld, und NULLDREI hat sich einiges vorgenommen. Minute 51.Ramy Raychouni wird zentral steil geschickt, kann nur durch ein unfaires Handspiel des Gegners an seinem Sturmlauf gehindert werden. Freistoß, 25 Meter - Benedikt Bundschuh holt aus...und der Ball schlägt in der Sachsenhausener Mauer ein. Gleich darauf dringt Armin Schmidt mit Ball in den Strafraum ein, fällt und bekommt vom Schiedsrichter sehr schmeichelhaft einen Elfmeter zugesprochen. Benni Bundschuh läuft an und trifft die Latte. Nun wollte der Linienrichter diesen Strafstoß gerne wiederholt wissen, da er versicherte, den Torwart mit regelunkonformen Mätzchen vor dem notwendigen Anpfiff beobachtet zu haben. Sportfreund Bundschuh ließ sich nicht lange bitten und schoß die Pille nun unhaltbar halbhoch zum 1:2 Anschlußtreffer in die Maschen. Beim spärlich harrendem Publikum keimte Hoffnung.
 Aber ach. Sachsenhausen war ja viel besser.
 Bei Nulldrei erfolgten zwei Spielerwechsel. Confidence Agwaze ging für Jerome Maaß und nach 71 Minuten folgte ihm Dennis Knoblauch. Dafür durfte nun Philipp Schröter noch zwanzig Minuten rennen. Just in dieser Minute drückt Sachsenhausen unser zentrales Mittelfeld bis auf den 16ner zurück, spielt einen überraschenden Querpaß auf Andor Müller, und dieser vollendet mit einem strammen Schuß aus 16 Metern gegen den Lauf unseres Torwarts Marc-Philipp Zuch. 1:3. Als ob das nun nicht genug wäre, ließen die Kräfte bei unseren Jünglingen spürbar nach; Sachsenhausen machte nochmal zusätzlichen Druck. Es waren ja noch 15 Minten Zeit. Und Ecken. So erfolgte zwecks Schulungsunterricht in Minute 79 ein erneuter Eckball von rechts. Dieser segelte über die Abwehr zum langen Pfosten. Dort standen zwei Sachsenhausener Riesen, die den Ball promt ins Zentrum zurück köpften. Dort wartete bereits Norbert Lemcke, der sich nicht daran störte, daß 3! Babelsberger Jungens ihn am Kopfball hindern wollten. Ihm wars egal - er brachte mit der linken Schulter die 3 Verteidiger zuerst aus der Balance und dann den Ball ins Tor. Nun war die Arbeit mit dem 1:4 getan, und der Schiedsrichter hatte ein Einsehen und pfiff pünklich diese ungleiche Partie ab.

 Fazit:

 Dieses Spiel zeigte ein ums andere mal, daß unsere Reservemannschaft große Probleme bekommen wird, in dieser Saison die Klasse zu halten. Gegen körperlich robuste Mannschaften sind unsere Jungs augenscheinlich unterlegen, und deswegen sollte der Ball laufen. Die Pässe müssen aber auch ankommen. Bemerkenswert war entsprechend auch die Zweikampfschwäche, besonders wenn wir einen Angriff starten wollen. Dann sollte ein Ball nicht verloren gehen.
 Aber es ist auch Potential in der Mannschaft. Besonders technisch waren wir heute dem Gegenr gewachsen. Darauf läßt sich sicher aufbauen. Gegen den Staffelfavoriten kann man verlieren.

 Kopf hoch Jungs!!

 Nächsten Sonnabend geht es gegen Leekis neue Truppe in Werder zum Schlagabtausch.

 Ete petete!!
 Der Urinkellner

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Was macht eigentlich …?

... der ehemalige Babelsberger Laurin von Piechowski unterschreibt bei Lok Leipzig. Der mittlerweile 30jährige Berliner wechselt aus dem saarländischen Homburg an die Pleiße. 2013 beförderte Cem Efe den Innenverteidiger aus der U19 des SVB in den Regionalliga-Kader. Laurin entwickelte sich in 96 Einsätzen für Babelsberg zur Regionalliga-Stammkraft und wechselte 2017 nach Chemnitz in die Dritte Liga. Über die Stationen Rödinghausen, Elversberg und Homburg sammelte er diverse Meistertitel und Pokale und landete nun nach einem durchwachsenen Jahr mit einigen Verletzungssorgen in Leipzig.

Was macht eigentlich …?

Christian Groß von Werder Bremen beendet seine aktive Laufbahn. Der 35jährige Defensiv-Spezialist absolvierte nochmals 20 Bundesliga-Spiele und kommt damit auf insgesamt 83 Einsätze im Oberhaus. Sein Bundesliga-Debüt feierte er als 30jähriger im September 2019.

Für Babelsberg 03 absolvierte Christian Groß von Juli 2011 bis Mai 2013 50 Drittliga-Partien und ein Spiel im DFB Pokal 2011 gegen den MSV Duisburg, in dem er sich leider eine schwere Knieverletzung zuzog.

Am 18. Mai 2024 absolvierte er gegen den VfL Bochum sein letztes Bundesligaspiel und wurde im Bremer Weserstadion verabschiedet. Ab Herbst 2024 wird Christian Groß für den deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen in der Scouting-Abteilung tätig sein.

Eine erfreuliche Saison. Doch Fragen bleiben offen!

Die Regionalliga Nordost biegt auf die Zielgerade ein und der SVB ist immer noch bei der Musik dabei. Derzeit platziert sich die Mannschaft von Trainer Markus Zschiesche auf Rang 4 und hat noch ein Nachholspiel beim ZFC Meuselwitz in der Hinterhand. Ohne die Partie beim ZFC beträgt der Rückstand auf Greifswald 12 Punkte, auf den BFC 10 Punkte und bei gleicher Spielanzahl acht Zähler auf Cottbus. Die Rückrundenpartie daheim gegen die Lausitzer steht noch aus und Cottbus muss noch gegen die beiden Topteams ran. Es gibt also keinen Grund, die Flinte ins Korn zu schmeißen, da insgesamt noch neun Spiele zu absolvieren und mithin 27 Punkte zu vergeben sind. Wer will schon Vierter werden?!

Olli Kragl mischt Serie D auf

Nach einer Odyssee durch die italienischen Ligen hat Oliver Kragl im sizilianischen Trapani das Glück wiedergefunden. Der frühere Nulldreier (35 Drittliga-Spiele 2012/13, 3 Tore) kam im Sommer 2023 an die Westspitze der Mittelmeer-Insel und knüpfte an längst vergangene Leistungen an.

 

Ein spannendes Frühjahr

tl_files/Abseits/img/2024/240207_ohne_amateure_keine_profis.jpgNachdem der SVB zuletzt dreimal in Folge Platz 10 bzw. 11 der Regionalliga Nordost erreichte, macht sich nach der Hinrunde 2023/24 Euphorie im Babelsberger Kiez breit. Nach siebzehn absolvierten Spielen liegt das Team vom Babelsberger Park auf Platz 5 in Reichweite zur Tabellenspitze. Der erste Greifswald ist zwar neun Punkte entfernt, hat aber schon drei Spiele mehr ausgetragen. Auch Cottbus und der BFC, die in der Spitzengruppe platziert sind und unbedingt Meister werden wollen, müssen noch am Babelsberger Park aufdribbeln.

Lok Sportplatz erhalten! Spekulation verhindern!

Der Sportverein Lok Potsdam nutzt den Sportplatz Berliner Straße seit 1951. Das Bundeseisenbahnvermögen beabsichtigt, das Grundstück im Höchstgebotsverfahren zu verkaufen. Der Verkauf würde dem Sportverein seine Heimat nehmen und der Potsdamer Sportfamilie eine weitere traditionsreiche Sportstätte entziehen.

Das Höchstgebotsverfahren muss gestoppt werden: Hier gehts zur Petition!

Fortschritt, Rückschritt, Stagnation, Pokal

Damals im Mai 2021: Pokal in Cottbus mit Buder und UzelacMit einer deutlichen Leistungssteigerung quittierte die Mannschaft des SVB im Herbst 2021 die Trennung von Trainer Predrag Uzelac. Unmittelbar nach der Trennung legte die Elf vom Babelsberger Park mit dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen den Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth ein Bravour-Stück ab. Es folgten weitere starke Auftritte gegen die Regionalliga-Spitzenteams BFC , BAK und Lok Leipzig. Auch in der Zweiten Hauptrunde gegen den Champions League Teilnehmer Leipzig verkaufte sich die nun von Jörg Buder betreute Equipe mehr als teuer. Nach zuletzt stagnierender Ergebniskurve steht jetzt das Pokal-Halbfinale gegen Energie Cottbus vor der Tür.

Fußball kann so einfach sein

Brandenburg. Es kann so einfach sein.Bernd Schröder, ostzonaler Nestor des Frauenfußballs, formulierte einst „Frauenfußball ist keine Naturwissenschaft“. Wer wollte dieser schlichten Wahrheit widersprechen. Die brandenburgische Landesregierung hat sich Schröders Motto zu eigen gemacht. „Brandenburg. Es kann so einfach sein.“ lautet die Marketing-Botschaft von „Scholz und Friends“.

Auch der SVB hat die Leichtigkeit des Seins für sich entdeckt. Frei von Sorgen aller Art widmen sich die Verantwortlichen vielfältigen Aktivitäten und stellen dabei simple Botschaften ins Schaufenster.